Emei Shan

Per Zug ging es in etwas ländlicheres Gebiet, wobei Emei Chan auch eine Millionenstadt ist. Hier hatten wir wiederum ein positives Erlebnis. Wir mussten unserer Koffer über eine längere Treppe tragen. Da kam ein grösserer Chinese und half Larissa unaufgefordert beim tragen; von wegen unhöflichen Volkes. Wir übernachteten in einem buddhistischen Kloster ausserhalb der Stadt. Dies war ein grossartiges Erlebnis. Die Unterkunft war einfach, aber sauber. Die WC’s waren jedoch gewöhnungsbedürftig. Es waren Kabinen mit Wänden, die nur bis auf Brusthöhe waren. Zudem waren es Hock-WC’s. So kamen wir auch in den Genuss einer «real chinese experience», nämlich das grosse Geschäft auf so einem Klo zu verrichten:) Ab 19:00 war der Tempel für Tagestouristen geschlossen und somit waren in der Nacht nur wir und die Mönche im Tempel. Am Morgen wurden wir um 5:30 mit Gong und Trommeln geweckt. Um 6:00 durften wir am Morgengebet teilnehmen, welches etwa 50 Minuten dauerte. Diese einmalige Gelegenheit liessen wir uns nicht entgehen. Danach gab es ein einfaches Frühstück, zusammen mit den Mönchen. Genau solche Momente machen diese Reise aus. Wir kamen hier wirklich hautnah in Kontakt mit der lokalen Kultur. 

Danach ging es auf eine wunderschöne Wanderung in der Natur um den Mt. Emei. Unterwegs wanderten wir an abgelegenen Tempel vorbei. Das Ziel war aber die wilden Affen im inneren des Waldes. Wir mussten alle Gegenstände, speziell Essen und Getränke, sicher verstauen. Es war richtig schön wieder mal in der Natur zu wandern und wilde Tiere zu beobachten. Zudem war es schön warm und sonnig. Anschliessend gönnten wir uns Erholung in den Hot Springs. Es war durch und durch ein wunderschöner Tag. Nach zwei Nächten im Kloster ging es weiter.

Unterwegs besuchten wir einen authentischen lokalen Markt. Es hatte keine Touristen und entsprechenden keine Souvenirshops. Die lokalen Leute kaufen dort für den Alltag ein. So ass Daniel ein fermentiertes Entenei, während nebenbei die Hühner geschlachtet wurden. Hier erlebten wir das ursprüngliche einfache China, fernab von den topmodernen Megametropolen. Wir waren im lokalen Teehaus eine richtige Attraktion. Es leben vor allem ältere Leute dort, welche westliche Personen nur aus dem TV kennen. Die Jungen zieht es vermehrt in die Städte. Wir konnten diverse lokale Snacks probieren. Das eigentliche Ziel war aber der Giant Buddha in Leshan. Diesen konnten wir vom Boot aus bewundern. Danach assen wir in einer ganz speziellen Location. Wir nahmen das Essen auf einem privaten Balkon in einem unscheinbaren Innenhof ein. Keine Ahnung woher das Essen kam…. Als wir die Treppen hinaufstiegen, deutet nichts auf einen gemütlichen Platz hin. Doch es war super. So etwas hätten wir nie erlebt, wären wir allein unterwegs gewesen.

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